Angebot und Entwurf von Architekt Giuseppe Pagani
Architekt und Unternehmer in der Tourismusentwicklung
Als Schüler von Charles-Frédéric Mewès (1858–1914), der für César Ritz (1850–1918) die Palace-Hotels in Paris, London, Madrid und San Sebastián errichtet hat, erhält der Tessiner Architekt Giuseppe Pagani (1861–1940) den Auftrag, erst das Hotel International au Lac und später, 1908, das Regina Palace in Stresa zu realisieren.
Im September 1905 legt er Anton Disler ein Angebot zum Preis von 189'800 Franken vor, das den Bau bis zum 1. März 1906 vorsieht. Bei Verzögerungen verpflichtet sich Pagani, die entstehenden Schäden persönlich zu tragen. Dem Projekt, in der Form, wie wir das Hotel heute kennen, fügt er detaillierte Berechnungen und Zeichnungen der geplanten Stahlbetonträger hinzu.
Entstehung des Hotels in Rekordzeit
Pagani beschliesst ausserdem, Teile der bestehenden Struktur zu erhalten. Er vergrössert das Gebäude erheblich, erhöht es um zwei Stockwerke, entwirft die Grundrisse vollständig neu, rundet die Gebäudeecke ab und ergänzt sie mit einem Turm, während er die Fassaden grundlegend umgestaltet.
Das Hotel ist termingerecht fertiggestellt und öffnet seine Türen am 31. März 1906.
Am 7. April 1906 folgt die festliche Einweihung mit Buffet, Konfetti und zahlreichen Gästen. Die in den Vitrinen des Hotelmuseums ausgestellte Presseschau zeigt das grosse mediale Interesse jener Zeit – ungewöhnlich in einer Epoche, in der Hotelbauten häufig verspätet eröffnet werden.